Biographie

Johannes Nies gehört „ohne Zweifel zu den herausragenden Pianisten seiner Generation“, wie die Villa Musica unlängst über ihn schrieb. Erst im Alter von 10 Jahren erhielt er seinen ersten Klavierunterricht. Dank seiner herausragenden Begabung wurde er mit 15 Jahren Privatschüler des legendären Karl-Heinz Kämmerling. Bei ihm legte er 2007 an der Hochschule für Musik und Theater Hannover sein Diplom ab und studierte anschließend bis zu seinem Konzertexamen in der Soloklasse von Prof. Markus Becker, ebenfalls an der HMTM Hannover. Zahlreiche Meisterkurse bei Sheila Arnold, Alfred Brendel, Vassilia Efstathiadou, Pavel Gililov, Karl-Heinz Kämmerling und Robert Levin runden seine Ausbildung ab. 

 

Seit seinem Debüt im Jahr 1998 führten ihn Solo-Auftritte mit Orchester, Kammerkonzerte und solistische Rezitals ins In- und Ausland. So gastierte er bereits bei Festivals wie dem Schleswig-Holstein Musik Festival, bei den Weidener Max-Reger-Tagen, den Ettlinger Schlossfestspielen oder dem Internationalen Kammermusikfestival Plovdiv. Mit Orchestern wie der NDR Radiophilharmonie, den Warschauer Symphonikern, der Philharmonie Südwestfalen, der Jungen Philharmonie der Ukraine Lemberg, der Sinfonietta Mainz spielte er unter Dirigenten wie Eivind Gullberg Jensen, Russell N. Harris, Charles Olivieri-Munroe, Georg Mais, Michael Millard, Mateusz Moleda und Peter Scholl. Rundfunk- und Fernsehaufnahmen entstanden für den SWR, WDR, Deutschlandfunk und Deutschlandradio Kultur.

 

Seit 2018 ist er der neue Pianist im aufstrebenden Flex Ensemble (www.flexensemble.com). Zu seinen weiteren Kammermusikpartnern gehören u.a. Markus Becker, Oliver Wille, Oliver Mascarenhas,  Leonid Gorokhov, Till Renner, Solenne Paidassi, Christine Rauh, Oskar Jezior und Tim Posner. Ebenfalls arbeitet er regelmäßig mit Mitgliedern der NDR Radiophilharmonie und der Staatsoper Hannover zusammen.

Seit 2015 ist er Dozent für Klavier-Kammermusik an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover.

 

Bereits 1998 errang Johannes Nies den ersten Platz beim Wettbewerb des deutschen Tonkünstlerverbandes. Es folgten zahlreiche erste Preise bei „Jugend musiziert“, darunter 2002 der erste Preis auf Bundesebene mit Höchstpunktzahl. Die Aufnahme in die Studienstiftung des deutschen Volkes im Jahr 2004 kamen als weitere Auszeichnungen hinzu. 2005 wurde er als Stipendiat der Stiftung „Villa Musica“ des Landes Rheinland-Pfalz erwählt und erhielt 2007 ein Stipendium des Richard-Wagner-Verbandes. 2009 gewann er ein Stipendium des Deutschen Musikrats und wurde in die Bundesauswahl „Konzerte Junger Künstler” aufgenommen. Im Januar 2010 erspielte er sich in Berlin den Preis des renommierten Felix Mendelssohn Bartholdy Wettbewerbs, sowie den Kammermusikpreis der Freunde Junger Musiker. Darüber hinaus gewann er 2010 den ersten Preis beim Internationalen Klavierwettbewerb „Prix d'AmadéO de Piano“ in Aachen. 2012 wurde er Stipendiat der Deutschen Stiftung Musikleben, die ihm 2014 eine Konzertreise auf der MS Europa nach Mittelamerika ermöglichte. 

Mit dem Flex Ensemble war er 2019 auf Konzertreise u.a. in Jingdezhen (China) und beim Internationalen Musikfestival Marvao (Portugal). 2020 wurde ihm und seinem Ensemble das „Reload”-Stipendium der Kulturstiftung des Bundes zuteil. 2021 und 2022 erhielt er je ein Stipendium des Deutschen Musikrats und zusätzlich 2021 ein Stipendium der GVL im Rahmen des Konjunkturprogramms „Neustart Kultur” der Bundesregierung. Dieses Jahr kam mit dem Flex Ensemble die Aufnahme in das Förderprogramm der Neustart Kultur-Initiative für freie Musikensembles dazu. 

"Die große Stärke [...] von Johannes Nies [...] ist das glutvolle,
viele Zuhörer beim Schopfe packende Spiel mit viel rhythmischem Drive"

                                                                                - FAZ

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